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Eigener Preisindex · Nowcast · nicht offiziell

Inflation Österreich: offizieller VPI & eigener Preisindex

Die offizielle Inflationsrate von Statistik Austria – und daneben unser eigener Nowcast: Jede Nacht sammeln wir echte Regalpreise aus den öffentlichen Online-Shops von Billa, Bipa und Hofer (dazu Aktionen von Penny und Lidl), wöchentlich Treibstoffpreise aus dem EU Weekly Oil Bulletin. Bis diese Erhebung ein Jahr umfasst, rechnet der Supermarkt-Index mit dem öffentlichen BILLA-Preisverlauf von heisse-preise.io – direkt neben den offiziellen Zahlen von Statistik Austria und Eurostat sowie den amtlichen Scannerpreisen der großen Handelsketten.

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Eigener Nowcast · Supermarkt & Drogerienicht offiziell
Offiziell · VPIStatistik Austria
Abdeckung VPI-Warenkorb
SpritEU Weekly Oil Bulletin
Händlerpreise zuletzt abgerufen
Transparenz

Methodik & Quellen

Wie der eigene Index entsteht, was er abdeckt und woher jede Zahl stammt.

Methodik im Detail

Preisvergleich je Produkt (Jevons)

Verglichen wird immer dasselbe Produkt beim selben Händler. Innerhalb einer COICOP-Warengruppe werden die Preisrelationen mit dem ungewichteten geometrischen Mittel zusammengefasst (Jevons-Index) – das in der amtlichen Preisstatistik übliche Verfahren für die unterste Indexebene.

Ausreißer (Einheitenfehler)

Liegt das Preisverhältnis eines Produkts gegenüber der Preisbasis unter 0,2 oder über 5 (Preis auf weniger als ein Fünftel gefallen bzw. auf mehr als das Fünffache gestiegen), ist das fast immer ein Fehler in der Mengenangabe des Shops, etwa ein Packungs- statt Kilopreis. Solche Produkte gehen nicht in den Index ein; ihre Zahl steht in der Inflationsliste bei den Produkten.

Welche Händler in den Index eingehen

Nicht jeder Händler zeigt online sein reguläres Sortiment. Billa und Bipa veröffentlichen ihr Online-Sortiment mit Regalpreisen – sie gehen voll in den Index ein. Hofer zeigt online nur die Frische-Abteilungen (Brot, Fleisch, Fisch, Milchprodukte); diese Produkte zählen, Flugblatt-Artikel ohne Warengruppe nicht. Penny und Lidl liefern online vor allem Flugblatt- bzw. Aktionsangebote statt des Dauersortiments. Solche Preise würden den Index verzerren: Wir sammeln und zählen sie, rechnen sie aber nicht in den Index ein. Die Rolle jedes Händlers steht in der Händlerübersicht. Solange der Index mit dem Preisverlauf von heisse-preise.io rechnet (siehe unten), stammen seine Werte nur von BILLA – „Drogerie“ ist dann das Drogeriesortiment von BILLA; unsere eigene Erhebung läuft parallel weiter.

Treibstoff aus dem EU Weekly Oil Bulletin

„Sprit“ (COICOP 07.2.2) rechnen wir aus den wöchentlichen österreichischen Durchschnittspreisen für Diesel und Euro-Super 95 des EU Weekly Oil Bulletin, gewichtet wie im VPI-Warenkorb. Er steht als eigene Kennzahl neben dem Supermarkt- und Drogerie-Index und ist nicht darin enthalten. Die Veränderung zum Vormonat vergleicht die jüngste Woche mit dem Durchschnitt der Wochen des Vormonats. Tankstellenpreise der E-Control sind eine Momentaufnahme einzelner Stationen und fließen nicht in den Index ein.

Aktionspreise inklusive

In den Index geht der tatsächlich zu zahlende Preis ein, also auch Aktionspreise. Die Listen der Preiserhöhungen und -senkungen zeigen dagegen nur Änderungen des regulären Preises.

Gewichte & Verkettung an den VPI

Preisbasis ist wie beim VPI der Dezember des Vorjahres; über den Jahreswechsel wird die Reihe verkettet. Größere Gruppen entstehen mit den offiziellen VPI-Gewichten von Statistik Austria. Liegen eigene Preise des Vorjahresmonats vor, ist die Jahresrate der direkte Vergleich der Monatsmittel; sonst hängen wir die eigene Monatsveränderung an den letzten veröffentlichten VPI-Wert derselben Warengruppe an – ein Nowcast bis zur nächsten offiziellen Zahl.

Preisverlauf von heisse-preise.io

Unsere eigene nächtliche Erhebung läuft erst seit Ende Oktober 2026. Damit Monats- und Jahresraten schon jetzt aus echten Preisen entstehen, rechnet der Supermarkt-Index mit dem täglichen BILLA-Preisverlauf des Open-Source-Projekts heisse-preise.io (Mario Zechner) – Artikelnummern mit unserer eigenen Warengruppen-Zuordnung, Aktionspreise inklusive. Tage ohne Daten werden ausgelassen, nicht geschätzt; der Abgleich mit unseren eigenen BILLA-Preisen und ein Rückblick gegen Statistik Austria stehen beim Verlauf. Weil ein einzelner Händler den Markt nur teilweise abbildet, fließt dieser Index nicht in die Live-Schätzung der Gesamtinflation ein.

Haushaltsenergie: Strom, Gas, Pellets

Täglich fragen wir im Tarifkalkulator der E-Control die Strom- und Gastarife für eine Neuanmeldung in den neun Landeshauptstädten ab (3.500 kWh Strom, 15.000 kWh Gas; Jahreskosten inkl. Netz und Abgaben, ohne Rabatte). Dazu kommen die Standardtarife der Landesversorger aus dem monatlichen E-Control Preismonitor und der Pelletpreis-Index von proPellets Austria. Wir veröffentlichen nur daraus berechnete Kennzahlen (Veränderungen, Mediane), keine Anbieterlisten. Ein Rückblick gegen die amtlichen Monatsraten zeigt: Neukundentarife bilden bestehende Verträge und staatliche Entlastungen nicht ab, darum gehen diese Reihen nicht in die Live-Schätzung ein.

Was nicht abgedeckt ist

Mieten und Wohnkosten, Dienstleistungen (z. B. Gastronomie, Friseur, Reparaturen), Versicherungen, Gesundheit, Verkehrsdienste und langlebige Güter wie Autos fehlen. Strom, Gas und Pellets erheben wir getrennt und rechnen sie nicht in die Schätzung ein (siehe oben). Produkte ohne eindeutige Warengruppe werden gezählt, aber nicht in den Index gerechnet.

VPI, HVPI und Schnellschätzung

Seit den Jänner-Werten 2026 ist der VPI 2025 (2025 = 100) der aktuelle Index, gegliedert nach COICOP 2018 (Quelle: Statistik Austria, VPI/HVPI-Revision 2025; wann wir die amtlichen Zahlen zuletzt abgerufen haben, steht unter dieser Methodik). Der VPI (Inländerkonzept) und der HVPI (Inlandskonzept, auch Ausgaben von Touristinnen und Touristen) sind unterschiedliche Kennzahlen – wir schreiben immer dazu, welche gezeigt wird. Die österreichische Schnellschätzung erscheint nur als PDF-Presseaussendung; den Schnellschätzungswert beziehen wir deshalb von Eurostat.

Sondereffekt Umsatzsteuer auf Lebensmittel

Seit 1. Juli 2026 gilt für ausgewählte Grundnahrungsmittel ein Umsatzsteuersatz von 4,9 % statt 10 % (§ 10 Abs. 1a und Anlage 3 UStG 1994, u. a. Milch, Joghurt, Butter, Eier, frisches und gefrorenes Gemüse, Äpfel, Birnen, Quitten und Steinobst, Reis, Weizenmehl, Teigwaren, Brot und Speisesalz; Fleisch nicht; Quelle: BGBl. I Nr. 37/2026, ausgegeben am 10.06.2026). Statistik Austria nennt die Senkung als wesentlichen Grund für die gesunkenen Nahrungsmittelpreise im Juli 2026 (VPI Juli 2026, 19.08.2026). Weil die Senkung das Preisniveau einmalig verschiebt, dämpft sie nach unserer Einschätzung die Jahresraten bei Lebensmitteln bis einschließlich Juni 2027 – im VPI und damit auch in unserer an den VPI verketteten Jahresrate. Wir rechnen den Effekt nicht heraus.

Abrufzeitpunkt der amtlichen Zahlen wird mit den Daten geladen.

Quellen, Schnittstellen und Lizenzen

Quellenliste wird mit den Daten geladen.

Eigener Preisindex / Nowcast von nimmdas.at – keine offizielle Inflationsrate. Maßgeblich für Verträge und Wertsicherung ist ausschließlich der VPI von Statistik Austria.

Häufige Fragen zum eigenen Preisindex

Ist das die offizielle Inflationsrate Österreichs?

Nein. Das ist ein eigener Preisindex (Nowcast) von nimmdas.at aus öffentlich angezeigten Händler- und Spritpreisen. Die offizielle Inflationsrate ist der Verbraucherpreisindex (VPI) von Statistik Austria; er steht zum Vergleich daneben. Für Mietverträge, Wertsicherung und Indexanpassungen gilt ausschließlich der VPI.

Warum weicht der eigene Index vom VPI ab?

Der eigene Index deckt nur einen Teil des VPI-Warenkorbs ab: Lebensmittel, Getränke, Drogerieartikel und Treibstoffe. Mieten, Dienstleistungen und Versicherungen fehlen; Strom, Gas und Pellets erheben wir getrennt und rechnen sie nicht in den Index ein. Außerdem misst er täglich statt monatlich und erfasst nur Online-Preise der angebundenen Händler. Wie groß der abgedeckte Anteil ist, zeigt die Kennzahl „Abdeckung VPI-Warenkorb“.

Wie oft werden die Preise aktualisiert?

Die Händlerpreise werden jede Nacht neu abgerufen, der eigene Index danach neu berechnet. Statistik Austria veröffentlicht den VPI monatlich. Den Zeitpunkt des letzten Abrufs je Händler siehst du in der Händlerübersicht.

Woher stammen die Preise?

Lebensmittel- und Drogeriepreise stammen aus den öffentlichen Online-Shops bzw. Produktschnittstellen der Händler. Wir rufen sie mit offenem User-Agent ab, halten robots.txt ein und umgehen keine Zugangssperren. Treibstoffpreise kommen aus dem wöchentlichen EU Weekly Oil Bulletin der Europäischen Kommission; Tankstellenpreise der E-Control fließen nicht in den Index ein. Die längere Preisgeschichte zeigen die amtlichen Scannerpreise des Statistik-Austria-Preisradars. Solange unsere eigene Erhebung noch kein Jahr umfasst, rechnet der Supermarkt-Index mit dem öffentlichen BILLA-Preisverlauf von heisse-preise.io (Open-Source-Projekt), mit Quellenangabe. Welche Schnittstelle je Händler genutzt wird, steht unter „Methodik & Quellen“.

Zählen Aktionspreise mit?

Im Index ja, weil Konsumentinnen und Konsumenten den Aktionspreis tatsächlich zahlen. In der Liste der Preiserhöhungen und -senkungen zählen dagegen nur Änderungen des regulären Preises, damit kurzfristige Aktionen nicht als Preissenkung erscheinen.

Was bedeutet „nicht genug Daten“?

Eine Veränderung zum Vormonat oder Vorjahr lässt sich erst berechnen, wenn für diesen Zeitraum echte Preise vorliegen. Bis dahin zeigen wir keinen Wert statt einer Schätzung.

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